Montag, 8. August 2016

Preisvergleiche

Mit dem Preis ist das so eine Sache in der Welt der Kreativbranche. Neben dem pauschalen Abrechnungsmodell auf Grundlage der sogenannten „AE-Provision“ wird heute vor allem die projektbezogene Abrechnung nach Stundensätzen praktiziert. Doch auch diese bietet keine Grundlage für einen echten Preisvergleich. Denn unklar bleibt, wie viele Stunden beispielsweise für die Produktion einer Anzeige oder einer Broschüre anzusetzen sind. Und während die eine Agentur einen erheblichen Rechercheaufwand mit einrechnet und einen geringen Stundensatz ansetzt, kommt die zweite Agentur ohne einen spezifischen Rechercheaufwand aus und bleibt trotz eines höheren Stundensatzes bspw. für die Position Text unter dem Gesamtpreis der ersten Agentur. Wie soll man das als Einkäufer bewerten?

Als agenturscouts spielt für uns bei der Bewertung des agenturspezifischen Preis-Leistungsvergleiches der Stundensatz selbst nur eine untergeordnete Rolle. Wir lassen uns zwar eine – auf den Kunden bezogene – Preisliste erarbeiten, sind aber ansonsten bemüht, ein spezifisches Projekt dezidiert kalkulieren zu lassen. Und diese Kalkulation beinhaltet dann sowohl den Aufwand für die Betreuung und die Strategie als auch für die Umsetzung und die Produktions- und/oder Schaltkosten. Wer so vorgeht macht nicht selten die Erfahrung, dass die vermeintlich teureren Agenturen letztlich doch die günstigeren sind. Und dabei ist die bessere Rentabilität aufgrund einer höheren Qualität, die insgesamt zu einem höheren Werbeerfolg führt, noch nicht einmal berücksichtigt. Hier ist der Bereich der Kommunikation vergleichbar mit dem Kauf von Gemälden, die auch nicht nach dem zeitlichen Produktionsaufwand oder dem eingesetzten Materialwert zu kalkulieren sind.

Das spezifische Projekt als Grundlage für eine konkrete Kalkulation zu nutzen, empfehlen wir auch Ihnen. Wenn Sie Fragen zu Details haben, so nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.

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