Eine besondere Herausforderung
beim Einkauf von Kreativleistungen besteht darin, dass hier zu einem sehr
frühen Zeitpunkt eine Anforderung beschrieben werden muss, die in diesem Moment
oft noch gar nicht beschrieben werden kann. Und damit meine ich nicht nur, dass
sich die Fachabteilungen im eigenen Hause noch nicht hinreichend auf eine
gemeinsame Anforderung geeinigt haben. Vielmehr ergibt sich die konkrete
Leistung erst im Laufe des zu beauftragenden Prozesses. Lautet die Anforderung
der Fachabteilung bspw., eine Kampagne in Sachen „Employer Branding“
durchzuführen, so ist diese selten schon mit einer spezifischen Verfahrensweise
verbunden. Dadurch ist für das Procurement nicht zu erkennen, ob Anfragen in
Richtung Eventagenturen, PR-Agenturen, Werbeagenturen etc. zu richten sind.
Als agenturscouts beginnen wir
in solchen Fällen mit einer systematischen Befragung aller Betroffenen im Hause
des Auftraggebers. Ziel: unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen zu
Tage fördern und zu einem gemeinsamen Anforderungsprofil entwickeln. Diese
Verfahrensweise hat sich bewährt, denn nur so wird eine effiziente Agentursuche
erst möglich. Obendrein ist ein solches Anforderungsprofil auch die einzig seriöse Grundlage für eine spätere Bewertung der eingekauften Agenturleistung.
Dieser Schritt sollte also in jedem Fall gemacht werden.
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